Steckbrief Totte

Sonntag, 25. März 2007
Name: Torsten Kühn
Spitzname: Totte, tottovic kalkül, Donatti
Geburtstag: 03.12.1973
Größe: ca. 168 cm, Tendenz fallend
Lieblings-  
Buch: „Hunger“ (Knut Hamsun), „Fette Welt“ & alle anderen von Helmut Krausser, „Die Philosophie im Boudoir“ (de Sade), „Vorleser“ (Bernhard Schlink), „Hollywood“ (Charles Bukowski), „Reise ans Ende der Nacht“ (L.F. Celine), puh, zu viele ...
Film: MASH, Clockwork Orange, Visitor Q, Ichi-the Killer, Funny Games, Duck Soup, Manhattan, Barfly, puh, auch zu viele ...
Schauspieler/in: Donald Sutherland, Edward Norton, Mickey Rourke (wegen Barfly)
Musiker/in - Sänger/in: Jello Biafra, Eminem, Björk
Song aus eigenem Repertoire: Vom Monsters-Repertoire: Wir mögen Vermögen (Frische Mische), Blues (Burger)von Totteliedern: Das größte Verbrechen, Kennt Ihr schon
Stadt: Hamburg
Urlaubsland: Berge, egal wo. Nach Japan will ich auch unbedingt, auch wegen der Berge
Essen: bislang Chicken Madras, aber wegen temporärem Vegetariarismus: Sushi
Getränk: White Russian, Kaffee schwarz
Farbe: Armyfarben, ich mags gedeckt

Bist du noch in weiteren Bands (fest oder sporadisch)?
Ja: Muschikoffer (Punk, fest), Die Intelligenzia (krankelektro, sporadisch)

Mit wem hast du bereits zusammengearbeitet/gespielt?
Mit vielen Menschen, die Erwähnung verdienen würden, wenn ich nicht zu große Angst hätte, wen zu vergessen, egal ob im Musik-, Film-, Literatur- oder Krankenhausbereich. Alles hauptsächlich Freunde, deren Namen Euch nichts sagen würden, die aber mir eine Menge bedeuten. Auf Festivals haben wir mit den Monsters auch viel Prominenz bestaunen dürfen, aber von einem Zusammenspiel kann da wohl nicht die Rede sein.
Na ja, zumindest ein Name jetzt mal: Boppin B’s Didis Bass in Hannover, unverstärkt. Ist doch was, oder?

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Schwimmen, lesen, DVDs sehen, Sex, Kaffee trinken, auf Kreativitätsschübe hoffen und Erdmännchenbilder anschauen.

Gibt es jemanden, den du bewunderst?
Viele. Aus allen Bereichen, in denen ich bewandert bin, weil ich schätzen kann, was sie tun und aus den vielen Bereichen, von denen ich nichts verstehe auch viele, dafür, daß sie darin bewandert sind.
Große Idole sind für mich auf jeden Fall die Marx Bothers, Heinrich Heine, Christoph Schlingensief und Woody Allen. Außerdem der Kerl, der den Nobelpreis für irgendeine mathematische Formel, die er entdeckt hat, nicht entgegengenommen hat, weil’s ihm um die Formel und nicht um den Ruhm ging. Den wahrscheinlich am allermeisten. Aber peinlich, daß ich nichts über die Formel weiß, sondern bloß über seine Nobelpreisablehnung.

... und warum?
Die Marx Brothers, Heinrich Heine, Christoph Schlingensief und Woody Allen sind einfach großartig. Das ist Kafka wahrscheinlich auch, aber er kann mich nicht zum Lachen bringen und irgendwo muß man ja auch mal einen Cut setzen.

Wen möchtest du gern einmal treffen/kennenlernen?
Björk, wobei ich mich da auch fürchten würde. Wolfgang Niedecken, weil mich die ersten fünf BAP-Platten lange begleitet haben. Aber eigentlich möchte ich einfach weiterhin Menschen kennenlernen, von denen ich beim Kennenlernen das Gefühl habe: „Puh, schlimm, wenn ich die nicht kennengelernt hätte.“ Von Prominenz, die ich aufgrund ihrer Werke mag, will ich menschlich nicht enttäuscht werden, die anderen interessieren mich nicht.

Wem möchtest du niemals begegnen?
Einer Horde angetrunkener Tottehasser mit Baseballschlägern nachts in einer einsamen Sackgasse.

Wen würdest du gern mal was fragen...und was?
Die Vollidioten, die dafür plädieren, den Zivildienst – die wohl beste Einrichtung in Deutschlands Sozialsystem – zu streichen. Und zwar, ob sie überhaupt noch irgendwas merken. Ähnliches gilt für Hartmut Mehdorn, bei dem ich die Frage gerne durch einige Kopfnüsse intensivieren würde.

Bei welchem historischen Ereignis wärst du gern dabei gewesen?
Ist doch doof, wenn man das Ergebnis schon kennt. Ich hoffe aber, beim großen Innehalten der Menschheit dabei zu sein, wenn sich alle mal umgucken und fragen, was zum Teufel hier eigentlich läuft. Scheint sogar realistisch, wenn man die Strömungen der Gegenwart und die anerzogenen und geplatzten Karriereträume der Mehrheit beobachtet. Wird Zeit für eine große Pause („Tag mit Schutzumschlag“ – schöner Song!).

Was sind für dich die drei wichtigsten Dinge im Leben?
Oje, nur drei? Dazu bin ich zu dekadent.

Was sind deine größten Wünsche?
Unerfüllbar. Leider.

Nenne bitte Deine Stärken!
Ich denke, ich bin relativ spontan. Und ich kann ganz gut schwimmen. Außerdem bin ich ein ziemlich ausdauernder Wanderer, wenn ich das will.

...und Deine Schwächen?
Ich werde schnell nervös und reagiere auch gerne mal cholerisch. Außerdem mangelts mir an Selbstdisziplin und Allgemeinbildung. Mehr preiszugeben wäre vermutlich schlecht für mich.

Welche Eigenschaften / Charakterzüge schätzt du bei einem Menschen am meisten?
Leidenschaft, Humor und Vertrauenswürdigkeit. Oft reichen aber auch schon Faibleüberschneidungen, um mir jemanden sympathisch zu machen. Gut, da nehmen wir doch gleich noch Offenheit dazu, solang sie nicht exhibitionistisch daherkommt. Dann nervts nämlich.

... und welche am wenigsten?
Klar mag ich keine Nazis und klar mag ich keine Spießer. Und klar mag ich keinen Geiz, keine Gier und so Sachen. Aber was ich am wenigsten mag ist, wenn Leute sich eben nur durch die Ablehnung solcher Charakterschwächen oder – verfehlungen, die selbstverständlich sein sollte, selbst glorifizieren wollen.

Über was kannst du dich von Herzen freuen?
Erdmännchen, Katzen, einen Berg hochgelaufen zu sein (gewandert, Bergsteigen kann ich nicht), ein hervorragendes Buch gelesen zu haben, einen eben so guten Film gesehen oder ein Lied gehört zu haben,ach, jetzt wird’s doch wieder so viel, stop hier.
Unglaublich ist es auch, von der Bühne aus in lachende, glückliche Gesichter zu sehen. Klingt pathetisch, ist aber so.

Hast du ein Lebensmotto? Welches?
Öh, nö. Oder doch. Ach, eher doch nicht. Niemals Katja Riemann-Filme schauen! Auch blöd. Schade.

Was möchtest du den Fans mal sagen?

Da seid Ihr ja endlich!