Boppin' B in Buxtehude (Garage)

Freitag, 23. Februar 2007 - Robert

In der Garage hat alles irgendwie angefangen – kann man so sagen. Okay, etwas deutlicher ausgedrückt: Ich war bereits vor knapp zwei Jahren bei einem Boppin’ B-Konzert im Buxtehuder Club „Garage“. Obwohl ich die Band da schon eine Weile kannte und es auch gewiss nicht mein erstes Konzert war, fing dort die ganz große Leidenschaft an. Schon drei Tage später fuhr ich zum nächsten Konzert, auch entstand damals der feste Entschluss, nach Aschaffenburg zum Jubiläumskonzert zu fahren (Didi kann sehr überzeugend sein ;-)

Daher war ich hocherfreut, als ich hörte, dass die Band mal wieder den Weg nach Buxtehude vor den Toren Hamburgs machen würde. Konzert-Junkies-Kollegin Nadine wollte auch dabei sein, so verabredeten wir, dass sie erstmal zu mir kommt und wir dann gemeinsam starten. Glücklicherweise hab ich noch im Club angerufen und erfahren, dass Einlass erst um 22 Uhr sein sollte – sonst hätten wir gegen 20 Uhr bereits vor dem Club gestanden. So starteten wir zu einer eher ungewöhnlichen Zeit, kurz vor 21 Uhr und waren gegen 21.45 Uhr vor Ort. Ein paar Leute warteten schon, scheinbar auch schon etwas länger, wie die miese Stimmung wohl zu interpretieren war.
Einlass begann pünktlich, Nadine musste tatsächlich ihren Ausweis vorzeigen (passiert bei Konzerten ja sonst eigentlich auch nicht) – glücklicherweise war sie Anfang des Monats volljährig geworden, so gab es keine Schwierigkeiten. Ich kam knapp am Ausweisvorzeigen vorbei - zu gütig *lach*.
Aber wie bereits vor zwei Jahren war auch diesmal vor der Tür des Konzertraums Endstation. Der dort postierte Ordner klärte uns auf, dass man erst um 23 Uhr rein dürfte...hm? Da sollte doch das Konzert anfangen. Seltsame Sitten. Naja, wir holten uns was zu trinken und machten es uns auf der Sitzgruppe neben der Tür gemütlich.

Kurz nach 23 Uhr wurde dann tatsächlich endlich die Tür geöffnet und wir durften in die heiligen Hallen eintreten ;-) Hier hatte es sich ein bisschen verändert, ein anderer Tresen, die Bühne sehr viel niedriger, als ich sie in Erinnerung hatte...Umbaumaßnahmen, die zu begrüßen sind. Aber der Raum war doch erheblich kleiner, als ich ihn in Erinnerung hatte.

Konzertbeginn war dann kurz vor 23.30 Uhr. Der Raum rappelvoll, die Luft jetzt schon zum schneiden. Irgendwie machte mich das doch etwas verzagt...mein Karma im Februar setzte wohl voraus, dass ich nur total beengt stehen kann bei Konzerten. War bei Sasha so, war bei YEAH so und nun auch bei Boppin’ B. Aber die Laune ließ ich mir deshalb natürlich lange nicht verderben. Allein der Opener „Army of Rock’n’Roll“ gehört ja jetzt schon zu meinem Favoritenkreis. Zweiter Song war ebenfalls eins der neuen Stücke: „The only way“.
Ansagetechnisch war das Essen vor dem Konzert Mittelpunkt. Die Band war wohl in einem chinesischen Lokal gewesen und geradezu entsetzt vom Essen, dass ihnen da vorgesetzt wurde.

Das die Buxtehuder den Schlachtruf der Aschaffenburger beherrschten, mussten sie beim nächsten Song „Scheisskapelle“ beweisen. Klappte hervorragend. Stimmung war wirklich toll in der vollen Hütte! Schon jetzt fing der Schweiss an zu fliessen – und schon jetzt sah man, dass Saxophonist Frank nicht ganz auf der Höhe war. Ihm fiel es sichtlich schwer, den Auftritt zu überstehen. Unsere besorgten Blicke galten ihm. Aber er hielt durch – es folgten Songs wie „Sh-Boom“, „Everybody loves you“ – schon hier versagte das Mikrofon von Frank und Didi regelmäßig, so dass es bei „Those were the days“ auch keine Gesangseinlage von Frank gab. Die technischen Probleme konnten aber behoben werden, also ging es munter weiter.

„King of the Bongo“ hat es inzwischen auch ins Hauptset geschafft, „Winds of change“ wurde von lautstarken Publikums-Chören unterstützt, auch bei „Chemical reaction“ war kräftiges Mitsingen gefordert.
Die Leute im Saal wurden auch immer ausgelassener, das Geschubse und Gedrängel immer schlimmer, der Schweiß floss inzwischen in Strömen, Sauerstoff befand sich kaum noch im Raum...thats Rock’n’Roll!

„Bop won’t stop“, „Riding on a bullet“, “Turn it into something special”, “Nie mehr gehn” waren weitere Songs im Programm. Als ruhigere Nummer wurde “Hold on” spontan hereingenommen – zu meiner allergrößten Freude. Leider wurde dafür „Be blue again“ weggelassen...aber man kann halt nicht alles haben.
„Runaround“ Sue“ mit lauten Mitgesängen ging in „Bye-Bye“ über – und damit verabschiedete sich die Band dann vom Publikum. Natürlich forderten die Buxtehude vehement Zugaben – die auch gewährt wurden. Aber die Boppin-Bande kehrte ohne den geschwächten Franky auf die Bühne zurück – das war wohl besser so. „Drive my car“ wurde als erste Zugabe gespielt – ebenso „Boulevard of broken dreams“. Eine weitere Zugabe wurde aber auch noch erbrüllt – mit dem schnellen „Blitzkrieg Bop“ und dem wunderschönen Stück „Unchained melody“ ging dann dieser tolle Konzertabend zu Ende.

Auch wenn wir mehrfach von einem Ordner aus dem Saal gebeten wurden, ließen wir uns nicht beirren und quatschten noch ein wenig mit Band und Bekannten. Aber kurz nach 2 Uhr begaben wir uns dann auch auf die Heimfahrt...um die Zeit muss man sich nicht unbedingt schämen, müde zu werden, oder? Ein Imbiss bei Burger King war aber noch drin, bevor wir irgendwann nach halb vier bei mir zu Hause ankamen.

An dieser Stelle möchten wir Konzert-Junkies auf jeden Fall unsere besten Genesungswünsche an Frank aussprechen – schon dich ein wenig und werde schnell wieder gesund, damit wir tolle Konzerte zusammen feiern können! Wir sind in Gedanken bei dir!!!

- BiBi -

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