Boppin' B in Oberhausen (Zentrum Altenberg)

Sonntag, 6. Mai 2007 - Robert

Nachdem im Februar durch Krankheit das Konzert in Oberhausen abgesagt werden musste, war ein Nachholtermin im Wonnemonat Mai angesetzt...wieder ein Sonntag und selbstverständlich sind die Konzert-Junkies geschlossen angetreten, um richtig abzufeiern mit unserer liebsten Scheisskapelle.

Die Fahrt lief ereignislos. Relativ pünktlich holte ich Nadine von daheim ab, wir kamen gut durch und trafen um drei Minuten vor 18 Uhr am Zentrum Altenberg ein. Was bin ich gut, wollte ich doch um 18 Uhr da sein...
Micha und Rob waren auch gerade angekommen, auch die Bundesbahn war pünktlich. Zu unserer Freude waren vor dem Clubeingang Tische und Bänke aufgestellt, so dass wir bei moderaten Temperaturen draußen die Wartestunde bis zum Einlass mit kühlen Getränken und netter Gesellschaft verbringen konnten.

Der Club füllte sich dann auch nur recht zögernd. Man hatte so einige Stehtische mit Barhockern im Raum verteilt, die waren wie überall sofort besetzt, danach wurden dann die Seitenräume bevölkert – nur vor der Bühne blieb es noch etwas leer, aber uns stört sowas ja wenig.

Pünktlich um 20 Uhr betrat dann auch die Vorband die Bühne – Ten Strike – an und für sich schon ein bekannter Name in der Szene...sie kündigten an, Rockabilly und Country zu spielen. Der erste Song begann laut, sehr laut...der Sänger und Gitarrist fing an zu singen – und bei mir fiel die Klappe. Ich bin ja bekennender Fan von schönen Stimmen – und da hatte dieser Typ, der ein wenig an DJ Ötzi in rosa Rüschenhemd erinnerte, keine Chance. Mich hat die Musik dermaßen abgeturnt, dass ich zwischenzeitlich sogar nach draußen ging. Die Begeisterung beim Publikum hielt sich auch in Grenzen und ich hatte das Gefühl, die meisten waren froh, als die 45 Minuten vorbei waren. Sorry, daher gibt’s weder Fotos noch einen detaillierten Bericht von Ten Strike...soll gefallen, wem es gefällt...uns nicht (da waren wir uns auch sofort einig).

Umso größer war die Vorfreude auf die Boppin-Bande, die dann um 21 Uhr die Bühne betraten...hurra, richtige Musiker ;-) – okay, genug gelästert.
Das Publikum wurde als erstes mal aufgefordert, Franky Applaus zu geben, dafür, dass er heute nicht krank ist...das taten wir gern und dann bretterte die Band auch los mit „Army of Rock’n’Roll“, gleich gefolgt von „The only way“ . Didi forderte das Publikum, dass nun doch auch den Biergarten vor dem Club geräumt hatte und recht zahlreich anwesend war, mal ein bisschen nach vorn zu kommen – dieser Aufforderung kamen sie dann auch sofort nach und die Stimmung stieg genauso wie die Temperaturen. Beim „Scheißkapelle“ wurde schon gut mitgegröhlt und tanzfreudig waren sowieso alle.
Auch die Band – denn heute stand alles unter dem Motto der Achtziger Jahre. Es wurden Vergleiche geschlossen mit Limahl, gefragt, wer noch Pia Zadora kennt und ähnliche Neckereien...was ich am allermeisten Achtziger fand, war Michas Outfit...diese knackenge Jeans konnte einem schon die Schweißperlen auf die Stirn treiben – so liefen in den schöne Achtzigern alle coolen Kerle rum! Nur die Weicheier trugen Bundfaltenhosen.

Die Action auf der Bühne war sowieso unbeschreiblich. Golo führte seine berühmten Wasserspiele vor (guckst du hier: Wasserspeier Golo
;-), äffte Micha nach, der sich revanchierte und einen auf Golo machte. Didi verehrte Franky lautstark, Franky tanzte diabolisch...wir kamen aus dem Lachen und Staunen nicht heraus.
Musikalisch wurde auch einiges geboten. Vom „Mädcheninternat“ über „Wild Saxophone“ zu „Sex Bomb“, „Turn it into something special“, „King of Bongo“, „How low will you go“, „Hold on“ zu „Ich träum von dir“, „Hand in hand“, ein fulminantes „If you believe“, ein lautstark mitgesungenes „Runaround Sue“ – und dann viel zu früh schon „Bye Bye“.

Aber nein, der Applaus brandete noch lauter auf und die Band wurde mit lauten Zugabe-Rufen zurück auf die Bühne geordert. Dann gab es im ersten Zugabenteil „Blitzkrieg Bop“ – und zwar die neue Version...wie geil, man denkt, der Song ist vorbei und dann brettert Golo noch ein Solo hin und es geht weiter. Sehr gelungen!
Als nächstes dann ein gefühlter Wunsch – auf der Hinfahrt hatte ich mir so gedacht: Hm, Hey Pachuco gab es schon so lange nicht mehr – aber heute war es wieder so weit (das erste Mal in diesem Jahr, wie Didi hinterher berichtete – und wir waren dabei ;-) – dann folgte das ebenfalls selten gespielte „The Look“, ganz im Stil der Achtziger.

Aber natürlich war das Publikum noch lang nicht müde – und die Band auch nicht. Trotz Schweißflecken überall legten sie noch eine Runde los: „Boulevard of broken dreams“ und zu unserer aller-aller-allergrößten Freude „Fools fall in love“ – großartig. Mit „Boppin Bee“ wurde dieser Abend musikalisch beendet.

Erschöpft aber glücklich verzogen wir uns in Richung Stand, alberten noch ein wenig herum, die Micha veranstaltete eine kleine Fotosession. Aber dann mussten wir uns auch schweren Herzens auf den Heimweg machen. Immerhin war der kommende Tag ein Arbeits- bzw. Schul- und Unitag...und Nadine und ich hatten noch ein gutes Stückchen Fahrt vor uns. Also verabschiedeten wir uns und verließen den Club.

Kaum hatte ich Nadine daheim abgeliefert, fing es auch an, wie aus Kübeln zu regnen. Ich wäre gern noch auf trockenen Straßen nach Hause gefahren, so verzögerte sich mein Eintreffen daheim doch eine Weile...um drei Uhr dann endlich zu Hause, aber leider ist es mir ja nicht gegeben, dann sofort schlafen zu gehen. Erst noch ein bisschen Fotos hochladen, um runterzukommen...aber bei den Bildern (warum eigentlich so viele von Micha? *grins* ) war das auch irgendwie nicht möglich, so das ich mit nicht mal drei Stunden Nachtruhe auskommen musste – und wisst ihr was? Ich bin aufgestanden und habe gegrinst und gesungen, bin pfeifend ins Büro und habe den ganzen Tag eine so glänzende Laune gehabt wie schon lang nicht...danke, liebe Scheisskapelle!

-BiBi -

Fotos aus Oberhausen