Cosmo Klein in Dortmund (Stadtwerke und Fonky Silence)

Sonntag, 3. June 2007 - Robert

Wenn mir am Samstagmorgen jemand gesagt hätte, dass ich meinen Sonntag in Dortmund verbringen würde, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt. Ich wollte eigentlich ein weiteres Wochenende daheim verbringen, auch wenn mir Pfingsten schon die Decke quasi auf den Kopf gefallen war. Aber das Geld wächst nicht auf Bäumen, die Spritpreise sind unverschämt und Dortmund eben auch mal locker 250 km entfernt. Außerdem hatte meine Freundin eh keine Zeit, ich hätte allein fahren müssen...nee nee...

Dann aber kam ein Anruf nach dem anderen, Mails gingen hin und her, Verwirrung wurde gestiftet und irgendwann war das Rätsel gelöst...Cosmo tritt am Sonntag nicht nur im Strobels bei der Fonky Silence auf, nein, vorher ist er noch Überraschungs-Act beim 150. Geburtstag und Tag der Offenen Tür der Dortmunder Stadtwerke...und wie es so passt, meine Freundin hatte ihre Sonntagspläne auch bereits geändert und war zu allen Schandtaten bereit. So kam es, dass wir bereits am frühen Sonntagmittag im Auto unterwegs waren. So eine gute Schicksalsfügung hat man doch gern ;-)

Wunderbarerweise gab es auch keine Staus, obwohl die A 1 wie immer recht voll war. Alle Baustellen konnten zügig durchfahren werden und so kamen wir kurz nach 15 Uhr an unserem Ziel an. Bei den Stadtwerken selber gab es wenig Parkmöglichkeiten, also nahmen wir gern den kostenlosen Bus-Shuttle-Service, der ab der Westfalenhalle angeboten wurde, in Anspruch.

Viele Menschen waren bereits bei dem Tag der Offenen Tür, als wir das Gelände betraten. Aber vor der Bühne war es noch recht leer, also verköstigten wir uns erst Mal, suchten die sanitären Anlagen auf. Dann kamen aber auch schon weitere Freunde, Cosmo und seine Band reisten an, der Aufbau begann...Hurra, ein richtiges Cosmo-Konzert, so kurzfristig erfahren und wir sind dabei (an dieser Stelle mal allerherzlichsten Dank an a) Ricky aus Dortmund, die einen Tipp im Cosmo-Gästebuch gegeben hat und b) Anja, die das ganze richtig interpretiert hat und den Stein so ins Rollen brachte).

Gegen 16.45 Uhr legten die Musiker dann auch los. Der Platz vor der Bühne war locker gefüllt, daher nutzte Cosmo wie immer die Möglichkeit, die Bühne zu verlassen und sich das Publikum heranzuholen.
Das Konzept der letzten Auftritte wurde auch diesmal wieder umgesetzt. Zuerst gab es Songs seines ersten Albums wie „How sweet it is“, „Addicted“ und natürlich „All I ever need“ – und wieder brachte mich eine kleine Textschwäche hierbei zum Lachen. Herr Klein, was issn los? ;-)

Lustigerweise fuhr eine kleiner Zug mit Anhängern immer wieder über den Platz...er machte halt mit Besuchern eine Rundfahrt über das Gelände. Logisch, dass Cosmo auch auf den Zug aufsprang und sich ein Stückchen mitnehmen ließ.
Im zweiten Teil des Sets gab es dann Songs wie „Boyz and girls“, „Where did we go wrong“ (wieder mit deutscher Texteinlage), „Too young to die“ und „Nothing to lose“, allesamt vom 2. Album „Human“.

Schnödes Mineralwasser zu trinken ist auch nicht immer Cosmos Ding...also ging er dann irgendwann im Zuge seiner Ausflüge vor die Bühne zum Getränkestand und bestellte lautstark Bier für sich und seine Band.
Nach dem Zuprosten konnte es dann weiter gehen. Der dritte Teil des Sets brachte die Zukunft, also die brandneuen Songs. „Love in progress“, „Beautiful mind“ (ob der Text nächstes Mal dann endlich klappt? ;-) und „Barkeepers home“. Ich kann momentan nicht genug von diesen in die Beine gehenden Songs bekommen.
Doch dann wurde schon der letzte Song angekündigt...so schnell rast die Zeit dahin und Cosmo sowie Bassist Ray hatten ja auch noch ihre Beteiligung an der Fonky Silence, die um 18 Uhr im Strobels starten sollte, zugesagt.
„Partytrain“ war ein guter Abschluss...selbstredend kam der kleine Zug auch wieder vorbeigefahren und Cosmo ließ sich ein ganzes Stückchen mitnehmen.
Aber so einfach lassen wir den Dortmunder natürlich auch nicht von der Bühne...lautes Zugabe-Brüllen hilft ja meist, auch in diesem Fall...daher gab es noch „I’ll make you feel“ als wirklich letztes Lied hinterher.

Dann hieß es, sich zügig vom Acker zu machen...denn auch wir wollten natürlich, wo wir nun schon mal in Dortmund waren, zum Strobels zur Fonky Silence. Der Shuttle-Bus fuhr auch sofort los, ohne Verzögerung landeten wir an unseren Autos und nach ein bisschen Rumgesuche fanden wir dann auch die gewünschte Location.
Natürlich hatten die Silencer schon angefangen, als wir ankamen. Macht nix, Cosmo war noch nicht auf der Bühne, er brauchte aber auch nur eine Minute länger als wir. Wir schauten uns erst mal erstaunt um. Wow, was für eine schöne Location. Direkt am Westfalen-Stadion, toll ausgebauter Biergarten mit vielen gemütlichen Sitzmöglichkeiten, einer tollen Holzbühne. Auch die Verpflegung an Getränken und auch Speisen war klasse. Dort waren wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal.
Wir nahmen erst mal an einem frei gewordenen Tisch Platz, etwas weiter hinten. Aber kein Problem, durch die verschiedenen Höhenstufen konnte man von überall gut sehen.
Vor der Bühne selber fanden sich nicht viele Leute ein, nun gut, wenn man überall so gut sitzen und auch gucken kann, ist die Verlockung, direkt vor der Bühne zu stehen, natürlich nicht so groß.

Aber auch heute legte die Fonky-Silence-Band großartige Musik hin. N.D.N. brachte mich oft sehr zum Lachen mit seinen Raps...unglaublich, dieser Bursche! Da steht man oft mit offenem Mund vor Staunen da über den Einfaltsreichtum. Auch Cosmo hatte sichtlich Spaß, kletterte schon mal zum Singen auf den Tresen, der in der Mitte des Biergartens zu finden war.

Da wir uns vorgenommen hatten, um 21 Uhr spätestens zu fahren, um mal vor Mitternacht wieder zu Hause zu sein, verließen wir dann das Strobels noch vor Ende des Konzerts...klar, das tat mir schon leid, aber eine lange Arbeitswoche liegt vor mir (hier gibt’s keinen Feiertag am Donnerstag) und den verpassten Schlaf holt man so schnell nicht nach.

Aber wir waren uns auf der Heimfahrt einig...das war ein rundherum gelungener Tag. Ich fühl mich momentan mit Cosmos Songs wieder so wohl, dass ich gar nicht genug bekommen kann.
Leider steht für mich jetzt erst mal kein Konzert mehr von ihm an...aber man hat ja gesehen: Unverhofft kommt oft. Also Daumen drücken, dass es mal wieder so spontan klappen kann.

- BiBi -

Und hier geht’s zu den Fotos von Cosmos Auftritt beim Tag der Offenen Tür der Dortmunder Stadtwerke

sowie von der Fonky Silence im Strobels