Bochum Total (Monsters of Liedermaching, Sugarplum Fairy, Pohlmann)

Samstag, 23. June 2007 - Robert

Dieses Jahr freute ich mich besonders auf Bochum Total, sollten doch 3 meiner Lieblingsbands dort auftreten.

Am Samstag ging es dann mit den Monsters of Liedermaching und Sugarplum Fairy los.
Schon relativ früh sammelten wir Nadine am Bahnhof ein und hatten so noch jede Menge Zeit, die wir hauptsächlich der Nahrungsaufnahme widmeten. So verschlug es uns zuerst zu meiner Lieblings-Fastfood-Kette (nein, nicht die mit dem goldenen M) und ganz gentlemanlike erklärte sich Robert bereit, das Essen für uns zu besorgen, während wir Ladies uns im ersten Stock einen netten Platz suchten. Unsere Faulheit sollten wir jedoch bald bereuen, denn als Robert mit Burger und Pommes bewaffnet zurückkehrte, erzählte er uns, dass gerade die halbe Besetzung von Sugarplum Fairy neben ihm an der Kasse stand. Tja, Pech gehabt, so mussten wir uns noch ein paar Stunden gedulden bis zu dem Wiedersehen mit den symphatischen Schweden.

Nach dieser „Beinahe-Begegnung“ suchten wir das Eiscafé auf, dass uns schon vor 2 Jahren mit unfassbar dummen Mitarbeitern und schlechtem Service in, nunja, sagen wir mal Erstaunen versetzt hatte. Aber irgendwie hat doch jeder eine zweite Chance verdient. Dieses mal wollten wir die Bedienung auch nicht überfordern und bestellten kein Eis, sondern lediglich verschiedene Kaffee-Spezialitäten. Nach einigen Nachfragen hat sie dann auch schlussendlich verstanden, was wir von ihr wollten. Für einige Lacher sorgte dann ihr T-Shirt, denn jeder Mitarbeiter trug ein Shirt, auf dem vorne der Name der Eisdiele abgedruckt war (den behalt ich mal besser für mich) und hinten eine Eissorte (z.B. Aprikose oder Vanille). Sie trug also nun den passenden Beinamen Wallnuss. Spontan fing Nadine sogar an, ein kleines Lied zu Ehren der jungen Frau zu dichten, aber auch das soll nicht an die Öffentlichkeit gelangen. ;-)
Nun war es aber endlich an der Zeit, sich auf den Weg zur WAZ-Bühne zu machen, wo die Monsters unseren musikalischen Tag eröffnen sollten.

Die Location stellte sich als etwas ungewöhnlich heraus, denn direkt vor der Bühne gab es einen kleinen Brunnen, der zwar einerseits etwas Platz wegnahm, uns aber andererseits eine Sitztmöglichkeit in der ersten Reihe bot, die wir natürlich annahmen.
Die Monsters begannen mehr als pünktlich und nutzen so ihre Spielzeit voll aus. Fred begann auch sogleich mit Marzipan und gab den Jungs mal wieder die Gelegenheit, den Mädchen zu zeigen, wie laut und schmutzig geht... (Natürlich beim Singen, was dachtet ihr denn?!?)
Auch die anderen Monsters präsentierten ihre altbewährten Klassiker wie „Türen“, „Tod in der Nordsee“ oder auch das immer wieder gern gehörte „Trinkt mit mir“.
Aber auch die neuen Songs wie z.B. mein aktueller Favorit „Hartz IV“ kamen in Bochum super an.
Leider blieb das Wetter nicht lange so schön, wie es anfangs gewesen war und mit der Zeit fing es an zu regnen. Doch zu dem kühlen Nass von oben gesellte sich bald eine gehörige Ladung Wasser aus dem Brunnen hinter uns, denn einige Jugendliche fanden es unheimlich lustig, im Brunnen Pogo zu „tanzen“. Das Wasser spritze bis auf die Bühne und setzte auch dort alles unter Wasser (inklusive der Technik). Doch auch daran, sowie an der mehrmaligen Bitten der Monsters doch bitte aufzuhören, störte man sich nicht sonderlich. Auch wir hatten Angst um unsere Kameras und suchten erstmal das Weite.
Versteht mich nicht falsch, jeder soll durchaus so feiern und tanzen wie er möchte, doch leider bleibt da bei gewissen Leuten die Rücksichtnahme (anderen gegenüber und in diesem Falle auch Wertgegenständen gegenüber ) oftmals auf der Strecke. Und wenn man dann auch noch beinahe eine Schlägerei mit der Security anfängt, hört bei mir der Spaß doch auf. Bei anderen Leuten fängt er da ja leider erst an.
Aber zurück zum Konzert, das sich auch schon viel zu schnell dem Ende neigte. Doch wir hatten Glück, und so durften die Monsters nach „Ich muss weg“ doch tatsächlich noch eine Zugabe spielen.
Mit Burgers „Frösche“ war dann aber endgültig Schluss und wir hatten gerade noch Zeit, uns von Fred und Totte zu verabschieden, denn unser Zeitplan war heute eng gesteckt, spielten doch Sugarplum Fairy direkt im Anschluss auf der 1Live-Bühne.

Bei mittlerweile strömendem Regen machten wir uns also auf den Weg dorthin und stellten fest, dass Bochumer und Zugereiste sich an der Wetterlage nicht im geringsten störten, denn vor der Bühne war schon einiges los.

Auch die Schweden legten pünktlich los und rockten Bochum mit ihrem üblichen Opener „Godfever“.
Songs wie „Marigold“ oder „It takes time, it takes two“ machten einfach Spaß und brachten sogar den Regen dazu, sich von Zeit zu Zeit etwas zurückzuziehen. ;-)
Romantischer wurde es dann mit der neuen Single „Let me try“, aber auch die leiseren Töne sorgten hier für Begeisterung und so spielten sich die jungen Musiker sicher auch mit „Sweet Jackie“ in die Herzen vieler Fans.
Zum Schluss wurde dann aber mit den Hits „She“ und „Sail beyond doubt“ nochmal richtig gerockt, und das sogar im Fall von Viktor oben ohne. ;-) Lästermäuler behaupteten an dieser Stelle, dass man die vielen Burger und Pommes vom Nachmittag durchaus sah. ;-) Nur Spass!

Alles in allem war es trotz der streng limitierten Zeit doch ein sehr schönes Konzert und ich hoffe, die 5 bald wieder in Deutschland sehen zu dürfen.
Somit war dann für uns der musikalische Teil des Samstags vorbei und wir machten uns langsam aber sicher auf den Weg zum Bahnhof, um dann in verschiedene Richtungen gen Heimat zu fahren. (Nadine zurück nach Bramsche und Robert und ich nach Düsseldorf)

Am nächsten Tag machten wir zwei uns dann ohne Nadine erneut auf nach Bochum, denn heute war Pohlmann an der Reihe, uns zu begeistern. Auch das Wetter hatte heute ein Einsehen mit uns, und so blieb es die ganze Zeit über trocken.
Umso voller war es dann auch an der 1Live-Bühne, weshalb wir mit Mühe und Not noch einen Platz in der x-ten Reihe ergatterten (mag so die 7. oder 8. gewesen sein).
Die Band war gerade beim Soundcheck und wir befanden den Sound einstimmig für ein wenig zu laut.

Doch das sollte dem Spaß schließlich keinen Abbruch tun und so freuten wir uns auf Pohlmann, der sein Programm einmal mehr mit dem Song „Zwischen Heimweh und Fernsucht“ begann.
Es folgten weitere Songs vom noch aktuellen Album (Pohlmann kündigte heute ein bald erscheinendes neues Album an) und spätestens bei „Wenn jetzt Sommer wär“ war das ganze Publikum am feiern.
Dann folgte eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte: Pohlmann spielte einen Song des bald erscheinenden Albums, der mich sowohl musikalisch als auch textlich („...das Glück ist immer nur ein paar Tränen entfernt...“) sehr begeisterte. Da freut man sich doch wirklich auf die neue Scheibe!
Abschluss des kurzen, aber trotzdem sehr schönen Programms war dann die zweite Single „Der Junge ist verliebt“, was nochmal alle zum Mitsingen animierte.
Glücklicherweise wurde Pohlmann dann noch eine Zugabe gewährt und so konnte er den Wünschen der Fans nachkommen. Es gab einen weiteren neuen Song, „der Teufel“, sowie den BuViSoCo – Beitrag „Mädchen und Rabauken“, der noch immer mein absoluter Favorit ist. Endgültiger Abschluss war dann das Danko Jones-Cover „Play the blues“, was auch der Band nochmal die Möglichkeit gab, so richtig abzurocken.
Das war dann aber auch wirklich der endgültige Abschluss vom diesjährigen Bochum Total und Pohlmann verabschiedete sich mit den Worten: „... und immer schön Spongebob gucken!“

Wir machten uns, wie leider auch alle anderen, auf den Weg zum Bahnhof und eroberten dann auf der Heimfahrt gottseidank zwei der heißumkämpften Sitzplätze.

-Micha

Fotos von den Monsters of Liedermaching, Sugarplum Fairy und Pohlmann