Die Schröders in Oberhausen (Zentrum Altenberg)

Freitag, 7. März 2008 - Nadine

Letzter Schultag vor den Osterferien – Für mich sollte dieses Wochenende nochmal richtig musikalisch abgehen um allen Stress loszuwerden, damit ich mich in den Ferien in den nächsten Stress stürzen kann – den Abi-Stress.

Bibi kam wie verabredet in Bramsche an, ich bekam nachträglich zum Geburtstag das neue Schröders-Album „Endlich 18“ und los konnte es gehen nach Oberhausen, wo Die Schröders und Das Pack als Support auftreten sollten. Vor dem Club trafen wir direkt auf die andere Hälfte der Konzert-Junkies, die aus Düsseldorf angereist waren. Nach nur kurzer Wartezeit wurden wir auch direkt von „Chef" Burger hineingelassen, um das geplante Interview mit den Schröders zu machen.
Das bald auf dieser Seite erscheinende Interview war sehr unterhaltsam und sei dem geneigten Leser schon einmal jetzt ans Herz gelegt.
Schon dort machte die Band Andeutungen auf wenig Vorverkauf: „Mein Wunsch für die Schröders?- Heute mehr als 15 Leute....“
Wir waren gespannt und als wir um viertel nach acht den Club-Raum betraten, bekamen wir tatsächlich erstmal einen Schock, hatten wir doch die Sprüche der Band mehr oder weniger als Scherz aufgefasst: Der Raum war leer, bis auf die 30 Leute die sich am Rand versammelten...Au weia und bald sollte es schon losgehen.

Gesagt - getan. „Das Pack“ mit Pensen von den „Monsters of Liedermaching“ an der Gitarre enterten mit ihrer guter Launen die Bühne. Sehr viel kann ich gar nicht dazu sagen, außer das es extrem lustig war. Ich sage es mal so: Ich habe kein Wort verstanden, es hat gerockt wie sonst was und es war sehr geil!!
Zu erwähnen sei auch noch, dass sich der Bassist bis auf die Unterhose vor dem gesamten Publikum (ok, so viele waren es ja nicht, aber immerhin) ausgezogen hat. Das Publikum war auf jeden Fall gut eingeheizt und die Schröders konnten nach einem kurzen Aufbau loslegen.

Burger versuchte das Publikum erstmal warm zu reden, was auch ziemlich gut gelang: Das Publikum funktionierte tatsächlich wie Marionetten und ließen sich von Burger zu einem perfekten Publikumsbild zusammenstellen - bis auf eine kleine Lücke. Die sollte nun den Leuten dafür dienen, ihre Talente zu zeigen, wie z.B. einen vorgemachten Sprung......:-D

Nach dem Opener „Scheissband“ bekamen die Besucher eine gute Mischung aus alten und neuen Songs auf die Ohren: „Punküberfall“, „Wie geht’s“, aber eben auch „MoDiMi“ und „Immer mehr“. Burger erkundigte sich vor dem nächsten Song über anwesende Eltern, denn er bestätigte wieder: Mädchen sind das Beste auf der Welt! Es folgte natürlich „Emily“. Einen größeren Liebesbeweis kann ein Vater seiner Tochter wohl kaum machen!!!

Lieder aus der alten Kiste wie „Bayern hat verloren“ oder „Frösche weinen nie“ rockten genauso wie Songs der neuen Platte, z.B. „Was nicht passt, wird passend gemacht“ oder „Thomas“. Mit „Schrei“ wurde dann schließlich einer meiner Lieblingssongs der Scheibe gespielt und bei „Frau Schmidt“ wurde ich unfreiwillig ans Abi erinnert - So ist doch Romeo & Julia, inklusive Liebe eines der Englisch-Abi-Themen. Aber da soll nochmal wer sagen, auf Konzerte lernt man nichts....;-)
Als letzter Song wurde dann die Single „Heute hier morgen dort“ zum Besten gegeben, auch ein Song, den ich sehr mag.

Oberhausen war allerdings derart in Feierlaune, dass es noch lange nicht dem Ende zugehen sollte.
Burger betrat die Bühne und erklärte überzeugend, dass es wie bereits im Interview mit uns zur Sprache kam, kleine und große Konzerte gibt und gute und schlechte....Allerdings gibt es auch kleine und trotzdem besonders gute und so ein Konzert sei dieser Abend laut der Band! Was für ein großes Kompliment für die 40 Leute!! So wurde natürlich umso mehr weitergefeiert mit „Mädchen wie wir“, „Tod in der Nordsee“ und eines meiner Lieblingslieder - dem „Liebeslied“.

Das Getobe blieb nicht aus, alle wollten mehr, mehr, mehr!!! Burger kündigte an, dass sich das Publikum einen Song wünschen dürfe, da sie nur noch wenig Zeit hätten....Nach großem Durcheinanderrufen korrigierte er sich jedoch: Also so ja nun auch nicht, ihr dürft zwischen zwei wählen: „Lieber Gott“ oder „Saufen,saufen,saufen“. Im Endeffekt wurden mit Zustimmung des Clubinhabers und Technikers beide gespielt und damit Burger nicht aus dem Konzept kommt, wurde die letzte Nummer „Nie wieder Rock'n'Roll“ noch hinterhergelegt.

So schnell war ein schönes Konzert schon wieder vorbei. Schon bald mussten wir uns von unserer Micha, die mit dem Zug gen Düsseldorf fuhr, verabschieden, aber auch die restlichen ¾ der Konzert-Junkies machten sich bald auf den Heimweg Richtung Bramsche.

Vielen Dank an die Schröders für Ihre geopferte Zeit für das Interview und natürlich für ein geniales Konzert!!

-Nadine

Fotos aus Oberhausen von den Schröders
und Das Pack